Montag, 24. Oktober 2011

Schule

"Die Schulzeit ist die beste Zeit im Leben", hörte ich immer wieder von seinen Eltern und Verwandten. Im Nachhinein muss ich sagen, stehe ich dieser Aussage nicht mehr so argwöhnisch gegenüber wie noch während meiner Schulzeit. Sicher ist es schön, wenn man relativ früh (wenn man teilweise 15 Uhr als früh bezeichnen möchte) nach Hause kann und auch die nächsten langen Ferien nie weit sind. Natürlich hat man bis zu dieser Zeit noch einen klaren Lebensweg und muss sich weniger um Beruf und Zukunft Gedanken machen. Aber das war es auch schon...

Der Alltag an Schulen, wie ich ihn teilweise selbst und auch durch Erzählungen, die Ähnliches berichten, erlebt habe, kann allerdings sehr schnell zur schlimmsten Zeit im Leben mutieren. Das hier soll nun keine dramatische Geschichte meiner Schulzeit werden, doch habe ich in letzter Zeit, nachdem ich erst Abstand von der Schule hatte und jetzt wieder die Berufsschule besuche, viel über heutige Schulen nachgedacht.

Man steckt bis zu 36 individuelle Persönlichkeiten, die gerade dabei sind, sich körperlich und charakterlich zu entwickeln in einen Raum, setzt ihnen einen so genannten Pädagogen (dieser hat dann mindestens eines der folgenden Charaktermerkmale: tyrannisch, zynisch, ignorant, uninteressiert, über-/untermotiviert, ungeduldig, elitär, arrogant, ...) vor und nennt das dann Mittel- bzw. Oberstufe.

Junge, verschlossene Menschen die gerade mehr als genug mit sich selbst beschäftigt sind, werden für die gute Note dazu gezwungen, offen vor fremden, oder aber verhassten Klassenkameraden und eben diesem so genannten Pädagogen zu reden. Das ganze krönt dann in dem allseits beliebten Referat.

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